Sharp R-120DW User Manual Page 96

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4 Tetram- und Tetronsäuren als β-Sekretase-Inhibitoren
72
4.3 Biologische Aktivität & Struktur-Aktivitätsbeziehungen
Die Aktivitätsbestimmungen der synthetisierten Tetram- und Tetronsäuren wurden
von Dr. Manfred Brockhaus, einem Mitarbeiter der Firma Hoffmann-La Roche,
durchgeführt. Mittels eines „Fluorescence Resonance Energy Transfer“ (FRET)
Assays
[237,238]
konnten die IC
50
-Werte der einzelnen Verbindungen bestimmt werden.
Bei einem IC
50
-Wert handelt es sich um die „mittlere inhibitorische Konzentration“. Es
ist die Konzentration des Antagonisten, bei der 50% der maximalen Hemmung
erreicht werden. Der IC
50
hat somit Aussagekraft über die Stärke der Affinität einer
Verbindung gegenüber dem Enzym. Je kleiner der bestimmte Wert des IC
50
ist, desto
stärker ist folglich seine Interaktion mit dem Rezeptor. Über die IC
50
-Werte kann die
biologische Aktivität verschiedener Verbindungen aus einer Serie miteinander
verglichen werden.
FRET ist eine distanzabhängige Interaktion zwischen den elektronisch angeregten
Zuständen zweier Farbstoffmoleküle, bei welcher die Anregung von einem Donor auf
ein Akzeptormolekül übertragen wird, ohne dass Strahlung bei dieser Übertragung
frei wird. Anhand von Emission der übertragenen Energie bei der
Akzeptorwellenlänge kann ein solches FRET-Paar analysiert werden.
Donor
Akzeptor
hν hν
Abbildung 4.8. Prinzip von FRET. Ein Donor-Fluorophor wird bei einer bestimmten Wellenlänge
angeregt. Diese Donorgruppe überträgt die Anregungsenergie zu einem in unmittelbarer Nähe
befindlichen Akzeptormolekül. Emission erfolgt bei der Akzeptorwellenlänge und kann gemessen und
analysiert werden.
Alle FRET-Assays wurden bei 20°C in einem FLUOstar der Firma BMG Lab
Technologies (D-77656 Offenburg) unter Verwendung von „96-well“ Mikrotiterplatten
durchgeführt. Das Assayvolumen betrug jeweils 100 µl. Die zu testenden Tetram-
und Tetronsäuren wurden in DMSO gelöst und in die für sie vorgesehenen „wells“
gegeben und mit dem verwendeten Puffer (Natriumacetat, pH 4.5) und dem Enzym
(„full length“ BACE
1) versetzt. Nach Zugabe des Substrats wurde die enzymatische
Reaktion gestartet. Der Verlauf des Fluoreszenzanstiegs konnte bei einer
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