Sharp R-120DW User Manual Page 37

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1 Alzheimersche Krankheit
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Abbildung 1.5. APP-Aminosäuresequenz der Aβ-Domäne (blau). Die jeweiligen durch die FAD-
Mutationen bedingten Aminosäuresubstitutionen sind unterhalb der Sequenz angegeben. (SP =
Signalpeptid)
1.5.2 Aspartylproteasen
Eine zentrale Position im Verständnis zur Entstehung der extrazellulären
Proteinablagerungen – der Plaques – bei Alzheimerpatienten nimmt die
Wirkungsweise der Aspartylproteasen ein. Sie gehören zu einer Klasse von
Enzymen, welche die Hydrolyse von Peptidbindungen katalysieren und somit einen
großen Einfluss auf die biochemischen Abläufe der Zelle ausüben.
Man unterscheidet im Allgemeinen fünf Hauptgruppen (Aspartyl-, Serin-, Cystein-,
Threonin- und Metallo-Proteasen), die anhand der chemischen Beschaffenheit ihres
katalytischen Zentrums klassifiziert werden. Viele Proteasen werden mit dem Verlauf
verschiedenster Krankheiten in Verbindung gebracht (Tab. 1.2), weshalb geeignete
Inhibitoren als aussichtsreiche therapeutische Ansatzpunkte angesehen werden.
[55]
Hinweise über die Beschaffenheit von solchen geeigneten Inhibitoren liefern in aller
Regel die natürlichen Substrate. Bei der Entwicklung von potentiellen Therapeutika
gilt es allerdings, die peptidischen Strukturen auf ein Minimum zu reduzieren. Trotz
ihrer großen Bandbreite an biologischen Eigenschaften haben peptidische
Verbindungen den Nachteil einer geringen Bioverfügbarkeit und eines schlechten
pharmakologischen Profils, weshalb sie als effektive und nutzvolle neue Wirkstoffe
nur selten in Frage kommen. Trotzdem läuft das substrate based drug design
traditionell über die Optimierung von Peptidmolekülen, deren zu spaltende cleavable
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