Sharp R-120DW User Manual Page 32

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1 Alzheimersche Krankheit
8
inflammatory drugs (NSAIDs), nehmen, erheblich geringer ist als das von
Kontrollpersonen.
[32]
Die NSAIDs stehen allerdings in Verdacht, kardiovaskuläre
Probleme hervorrufen zu können, wenn sie auf Dauer und in den Mengen, die für
eine Alzheimerbehandlung notwendig sind, eingenommen werden. Ihre positive
Wirkung für Alzheimerpatienten liegt wahrscheinlich in einer direkten Beeinflussung
der Spaltung des APP, was ihnen großes Interesse in der Alzheimerforschung
einbringt.
Ein Zusammenhang zwischen Cholesterin und der Alzheimerkrankheit wird nicht erst
seit der Identifizierung des Apolipoproteingens-E als Risikofaktor für die Erkrankung
vermutet. Genau wie die NSAIDs haben auch Statine, eine Klasse von
cholesterinsenkenden Wirkstoffen, einen positiven Effekt auf den Verlauf der
Alzheimer-Demenz.
[33,34]
Untersuchungen in Zellkulturen und in vivo ergaben eine
Reduktion der Produktion des β-Amyloidpeptids durch Statine.
[35]
Da das Gehirn
Cholesterin nicht durch zirkulierende Plasmalipoproteine aufnimmt, gelangen an
Neuronen nur kleine Mengen von exogenem Cholesterin, das meiste wird de novo
synthetisiert. Wird diese Synthese durch Statine gehemmt, sinkt die Produktion und
Sekretion von β-Amyloid, was die Vermutung nahe legt, dass die Aktivität der β-
Sekretase vom Cholesteringehalt abhängt.
[36]
Die Calciumhypothese der Demenz stellt einen weiteren hochinteressanten
Ansatzpunkt zur Entwicklung pharmakologischer Behandlungsstrategien dar, der auf
die spezifischen Störungen der Calcium-Homöostase im Krankheitsverlauf von
Alzheimerpatienten abzielt. Nimodipin (6), ein Antagonist von spannungsabhängigen
Calciumkanälen vom L-Typ, reduziert die Anzahl der geöffneten Calciumkanäle,
durch die Calcium aus dem extrazellulären Raum ins Zellinnere einströmen kann.
Unter experimentellen Bedingungen konnte gezeigt werden, dass die Inhibition des
Calciumeinstroms Neuronen gegenüber schädlichem Einfluss schützen kann.
[37]
Trotz großer Fortschritte auf den verschiedensten Gebieten der Wirkstoffentwicklung,
sind die erzielten Ergebnisse keinesfalls zufriedenstellend. Neue Therapieformen
insbesondere neue potentielle Wirkstoffklassen, sind von großem Interesse, da keine
der existierenden Möglichkeiten den Verlauf der Krankheit wirklich stoppt bzw. die
Erkrankung heilt.
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